Sonntag, 12. Februar 2017

Die Obstbaumschnitt-Saison hat wieder begonnen


Die Obstbaumschnitt-Saison hat wieder begonnen. Ab sofort sind wir jeden Dienstag ab 10 Uhr bis ca. 13 Uhr auf unserer Streuobstwiese im Ortsteil Tönnieshof zu finden, Werkzeug haben wir dabei. Wer also mithelfen möchte, ist herzlich willkommen. In der Regel sind wir zur Zeit zu dritt. Nach Absprache lässt sich auch ein Wochenendtermin finden. Wer interessiert ist am learning by doing, kann sich bei uns in der Alten Schule Fredelsloh melden, am besten telefonisch: 
05555 / 522

Doch nicht nur dort sind wir tätig, wir haben uns auch dreier Spalier - Apfelbäume in Moringen angenommen. Sie wachsen an einer Mauer auf dem öffentlichen Amtsgelände beim Rathaus. Den armen Dingern ging es gar nicht so gut, sie waren länger nicht geschnitten worden, und dementsprechend "ins Kraut geschossen". Zwei von dreien sind schon geschnitten, hier Vorher - Nacher - Fotos:


Samstag, 26. November 2016

Das war das Apfelfest

Ein Bericht in der Hallo Northeim vom 22. 10. 16 über unser 1. Fredelsloher Apfelfest. Das Wetter hatte mit gespielt, und so wurde es ein rundum schöner Tag

Mittwoch, 10. August 2016

1. Apfelfest in Fredelsloh 15. / 16. Oktober 2016







1. Apfelfest in Fredelsloh 15. / 16. Oktober 2016

Samstag 15. 10.

19:00 Uhr MOVE ON & friends, Klosterkirche
Gospel - aber nicht nur!
20:30 Uhr Apfelrock - Abend mit der
BOURBON BLUESBAND
Am Kapellenbrunnen 9, hinter der Alten Schule

Sonntag 16. 10.


Apfelsortenbestimmung

10 – 17 Uhr in der Klosterkirche

Mit Ariane Müller und Dankwart Seipp, Pomologen und Autoren des Buches „Norddeutschlands Apfelsorten“

Präsentation und Ausstellung von über 200 Apfelsorten

Für eine Sortenbestimmung bitte 5 – 6 Äpfel mit Stiel mitbringen,
hilfreich ist, wenn Sie etwas über Ihren Baum erzählen können.


„Alles rund um den Apfel“
14:00 Uhr Apfelerntedank-Gottesdienst, Klosterkirche
Infostände zu Anbau, Pflege und Verarbeitung der Äpfel; Streuobstwiesen
Kinderaktionen mit Saftpressen, Apfelstoffdruck u. a.
Apfelkuchenbuffet „Äpfel vom Dorf für´s Dorf“, Kaffee Kunst & Klüngel
Apfelstationen mit Apfelsuppe, Apfelpunsch und Apfelbrot
Verkauf regionaler Produkte von Apfel bis Erdapfel

Veranstalter: BLU e. V. Alte Schule Fredelsloh, Unterstützt von Klosterkirche Fredelsloh,
                       BUND Kreisgruppe Northeim, Gefördert durch die Hedi Kupfer Stiftung, Fredelsloh
Ansprechpartner: Dorothea Frank, Jörg Krüger BLU e. V. Alte Schule Fredelsloh Tel. 05555 / 522







Hier ist der link zur Bourbon Blues Band:
http://www.bourbonbluesrock.de/ 

Dienstag, 8. März 2016

Kräuterspaziergang in Fredelsloh am 30. 4. 2016



Kräuterspaziergang in Fredelsloh 

Am Samstag, den 30. April 2016 treffen wir uns zu einem Kräuterspaziergang in der Alten Schule in Fredelsloh. Beginn ist um 10:00 Uhr, voraussichtliches Ende 13:00 Uhr.

In und um Fredelsloh wachsen vielerlei Kräuter, deren Nutzung zu kulinarischen und Heilzwecken in diesem Rundgang vorgestellt wird. Eine unterhaltsame Einführung in die Welt der heimischen Kräuter. Ein Imbiss mit Snacks und Kräutertees rundet diesen Vormittag ab.

Treffpunkt ist hier: http://www.blu-fredelsloh.de/

Um eine Spende für unser Gemeinschaftsgartenprojekt wird gebeten.

Sonntag, 21. Februar 2016

Mehr Obstbaumschnitt und erstes Kräutergrün

Da steht frau davor und sucht zu entwirren. . .  
Gut verheilte Schnittwunde vom letzten Jahr. Wir benutzen keinerlei Wundverschlusssmittel, daher werden die frischen Sägewunden mit einem scharfen Messer außen geglättet. Wenn auf Astring geschnitten wurden, verheilen die Flächen dann ganz ausgezeichnet. Wenn doch ein Wundverschluss gewünscht wird, empfehle ich eine Paste aus Lehm und frischem Kuhmist, eventuell mit Ackerschachtelhalmtee verrührt, dessen Kieselsäure die Wundheilung fördert. Doch wie oben sichtbar, selbst das ist bei achtsamer Behandlung nicht nötig.
So sieht eine Schnittwunde frisch behandelt aus.
Manche altehrwürdige Baumgroßmütter schneiden wir nicht mehr. Wir lassen sie so, wie sie sind und erfreuen uns an ihrer knorrigen Gestalt, die auch ein Paradies für viele Tiere ist. Nur eines tun wir: Wir pflanzen eine Ramblerrose der Sorte "Bobby James" in ihrer Nähe. Diese Ramblerrose wird bis neun Meter hoch und nimmt den Baum als Wachstumsstütze, ohne ihm zu schaden. Das gibt dann nach einiger Zeit jedes Jahr zur Rosenblüte einen üppigen Flor.
So sieht "Bobby James" nach einigen Jahren zur Blütezeit aus. (Ein Bild aus meinem früheren Bremer Garten)
Hier hat es schon mächtig Luft gegeben. Einige Bäume mussten wir mit der Motorsäge vom gar zu üppigen Unterwuchs befreien.
Das Scharbockskraut zeigt sich schon. Jetzt ist die Zeit, die kleinen Blättchen für Salate und grüne Smoothies zu sammeln. Sie sind sehr Vitamin-C-haltig. Wenn das Anemonengewächs erst seine schönen gelben Blüten zeigen, haben die Blättchen einen Giftgehalt, sie dürfen dann nicht mehr gesammelt werden.

Auch die Schlüsselblumen zeigen ihre Rosetten, und, wenn man genau hinschaut, auch die ersten Knospen. Nun kann es ja nicht mehr weit sein bis zum Frühling. . .


Sonntag, 24. Januar 2016

Obstbaumschnitt

Werkzeuge: Baumschulhippe zum Glattschneiden der Schnittwunden, Rosenschere, Schleifstein, Baumsägen mit verstellbaren Sägeblatt, Handschuhe


Die Obstbäume auf unserer Obstwiese sind lange Zeit sich selbst überlassen worden, und sie sind dementsprechend verwahrlost. Viel zu dicht das Gewirr der Zweige und Äste, ineinander gewachsen, unglücklich sehen sie aus, die meisten Bäume. 

Hier hilft nur: Erst einmal Auslichten

Jetzt ist die hohe Zeit des Winterschnittes der Obstbäume. Solange es trocken ist und die Temperaturen nicht zu tief in den Keller gehen, sind wir dabei, das Gewirr zu entwirren. Da ist an Filigranarbeit erst einmal nicht zu denken, wir können vorerst nur die zu dicht gewachsenen Äste bei den großen Bäumen heraus sägen. Die Sägewunden werden dann mit der Baumschulhippe an den Rändern glatt geschnitten, Wundverschluss wird nicht verwendet.

Bei der Menge, die wir teilweise entfernen müssen, sind im Sommer Unmengen an Wasserschossen zu erwarten. Die werden auch gleich im Sommer entfernt bis auf wenige. Im darauf folgendem Winter kann dann der Ertragsschnitt weiter ausgeführt werden, dann wird auch altes Fruchtholz entfernt zugunsten neu herangewachsenem. Nach drei Jahren ungefähr beginnt so ein Baum dann wieder wie ein Obstbaum aus zu sehen. 

Hier hat es schon Licht gegeben

Bei der Menge Bäume, die es zu pflegen gilt, hilft es, eine Auswahl zu treffen. Einige sind schon zu alt und kaum mehr zu retten, mit teilweise herausgebrochenen großen Ästen. An zwei von diesen Methusalems haben wir eine Ramblerrose der Sorte "Bobby James" gepflanzt, die bis neun Meter hoch in die Bäume hineinwächst und sie so erneut zum Blühen bringt. Die Baumsenioren (mit Rose) dürfen in Gnaden alt werden, zur Freude der Tierwelt. Andere wieder bekommen noch ihr Gnadenbrot, bis jüngere, frisch gepflanzte Bäume nach gewachsen sind. 

Doch wollen wir so viel wie möglich des alten Baumbestandes erhalten. Daher sind wir jetzt häufig auf dem Obstanger zu finden, wenn das Wetter mit spielt. . .

Sonntag, 17. Januar 2016

Ein Umzug und seine Folgen

Ontarioäpfel im Winterlager

Vor etwas über einem Jahr bin ich von Bremen in das Töpferdorf Fredelsloh umgezogen. Da die Bremer Gemeinschaftsgärtner diesen Blog nicht mehr weiter betreiben wollten, wurde er von mir als Administrator "still gelegt". 

Nun haben wir hier in Fredelsloh bei Moringen im Ortsteil Tönnieshof wieder einen Gemeinschaftsgarten, eine Obstwiese von 4000 qm mit altem und jungen Baumbestand und Beerenobststräuchern. Es gibt dort Äpfel in vielen Sorten, Birn-, Kirsch- Zwetschen- und Walnussbäume, Josta- Brom- und Himbeeren. Neu gepflanzt im letzten Jahr wurden zwei Reineclauden, dieses Jahr kommen Maulbeeren hinzu.

Von diesem Gartenprojekt werde ich ab jetzt in diesem Blog berichten. 

Liebe Grüße, Dingefinder Jörg

Mittwoch, 21. Mai 2014

Gut versteckt



So, die ersten Kartoffeln sind im Stroh versteckt worden, nachdem lose etwas Pferdemist auf der Grasnabe verteilt worden war. Nun sind verschiedene Sorten gelegt worden, Blauer Schwede, Cilena und eine unbekannte Sorte, und dann wurde dick mit Stroh angehäufelt. Jetzt sind wir gespannt, wie die Ernte ausfallen wird, und ob die Grasnabe wirklich im Herbst verschwunden ist. 

Da noch Stroh übrig ist (so ein Rundballen ist eine ganze Menge Zeug). können noch weitere Flächen bepflanzt werden. . .

Sonntag, 27. April 2014

Neuzugänge im Gemeinschaftsgarten



"Neuzugänge", nein damit sind diesesmal nicht die Menschen gemeint, obwohl auch hier Erfreuliches zu berichten wäre, denn wir sind mittlerweile auf vierzehn  Aktive angewachsen, darunter zwei Kinder.

Gestern wurden hier drei Dutzend Weinbergschnecken ausgesetzt. Und die nicht, um jedem Erwachsenen eine Mahlzeit von zwei Schnecken zu gönnen, sondern. . .

Ich muss gerade Schmunzeln, daher erzähle ich eine Weinberggeschichte aus früheren Jahren hier noch einmal (in der auch der Grund der Ansiedlung erwähnt wird). Die Geschichte ist aus dem 64seitigen Heftchen "Kunterbunte Gartenküche". Es kostet 8,- € (zzgl. Versand), und kann über uns bestellt werden. Die Erlöse daraus werden ausschließlich für Sachmittel (Saatgut, Dünger, Werkzeug etc.) für den Gemeinschaftsgarten verwendet.

Einen guten Gartentag @ all, Jörg


Auf eine Anfrage reagierend, was denn in einem Kinderkochbuch ein Rezept für Weinbergschnecken suche, habe ich dieses "Rezept" einmal hier eingestellt:

Ich hatte gelesen, dass Weinbergschnecken die Eier von Nacktschnecken fressen. Und an Nacktschnecken hatten wir in dem einen Schulgarten, den ich an einer Grundschule betreute, wirklich genug. Mehr als genug. Also wurde mit den Kindern beschlossen, dass wir Weinbergschnecken ansiedeln wollen.

Der Schulgarten wurde unter anderem auch von dem Kinderkochklub genutzt, den ich an dieser Schule leitete. Die Kochklubkinder hatten ihr eigenes Kräuterbeet dort. Mein Sohn, noch im Kindergartenalter, begleitete mich nachmittags ab und zu zum Kinderkochklub. Er wurde dadurch zum Mitglied ehrenhalber.

Als mein Sohn und ich an der Ostsee Urlaub machten, fanden wir heraus, dass sowohl in den dünennahen Gehölzpflanzungen als auch im nahegelegenen Wald zahlreiche Weinbergschnecken zu finden waren. Am Tage vor unserer Abreise sammelten wir also welche von diesen Schnecken, bis wir zwölf Stück zusammen hatten. Diese sollten im Schulgarten ihre Heimat finden.

Wir beide also mit einem offenem Karton voller Schnecken in den Aufzug des Appartementhauses, in dem wir wohnten, dritter Stock. Eine Dame, feinerer Art, stieg hinzu. Sie schaute die Schnecken an und fragte uns, was es damit wohl auf sich habe. Mein Sohn fühlte sich berufen, zu antworten. Er war der Meinung, diese Geschichte gehört von Anfang an erzählt. Also, dass die Nacktschnecken im Schulgarten die Kräuter auffressen, wir also nicht damit kochen können, und das die Weinbergschnecken die Eier von. . .

So begann er mit den Worten: „Wir haben einen Kinderkochklub!“ Worauf die Dame ganz blass wurde und ihn erschreckt anstarrte.
 
 
 
 

Mittwoch, 19. März 2014

Kräuterwanderung 4. 5. 2014 Gemeinschaftsgarten

 Giersch

Am 4. Mai 2014 um 11 Uhr treffen wir uns im Gemeinschaftsgarten (Cox Orangenweg 42) zu einer ca. zweistündigen Kräuterwanderung im Kleingartenpark In den Wischen.

Thema: Kräuter für die Küche und die Hausapotheke

Jörg Krüger wird uns führen, einer der Schwerpunkte sind die Kräuter für die Frühjahrskur. Im Anschluss wird es im Garten der Freunde bei Frederike Herrlich (Cox Orangen Weg 41) einen Imbiss geben, für den jede/r etwas mitbringen kann. Die dazugehörigen Kräuter werden selbstverständlich unterwegs gesammelt, zubereitet wird gemeinsam. 

Wenn Ihr kleinere Kinder mitbringen möchtet, die vielleicht noch nicht im lange Wandern und Zuhören geübt, dann sind auch die herzlich willkommen und können mit Frederike den Garten entdecken. Eine Voranmeldung in diesem Falle wäre nett. 

 Bitte auf wetterfeste Kleidung achten!

Die Teilnahme ist frei, über eine Spende würden wir uns jedoch freuen. Einnahmen werden ausschließlich für Sachmittel für den Gemeinschaftsgarten verwendet (Werkzeug, Dünger, Sämereien etc.)

Zum Vormerken: Weitere Termine sind der 4. Mai und der 22. Juni 2014

Dienstag, 11. März 2014

Das neue Gartenjahr hat begonnen. . .

. . . und zwar mit Macht!

Foto: Frederike Herrlich


Und auch im Gemeinschaftsgarten tut sich was: Gartenneulinge sind hinzugekommen, die ersten neuen Beete werden angelegt und der Garten wächst. Und alle Vögel ringsum verkünden es: Es wird ein schönes Gartenjahr!

Wenn wer noch mag, jede/r ist herzlich willkommen!

Einen herzlichen Gruß an alle von den Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtnern.

Freitag, 4. Oktober 2013

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. . .

. . . und wir ziehen Resumee: Es könnten mehr Personen sein, die den Gemeinschaftsgarten nutzen. Vorerst sind es Martin, Frederike und ich, und es ist doch Platz für so viele Leute da. Vielleicht nächstes Frühjahr wieder? Sicher, von der nächsten Straßenbahnhaltestelle sind es fast eine halbe Stunde zu Fuss hier her. Das mag ein Grund sein. Auch dass wir weder die Zeit noch das Kapital haben, Flyer zu drucken und zu verteilen. So bleibt uns vorerst nur die Möglichkeit, die frohe Botschaft via Internet zu verbreiten. Wer dieses hier liest, der oder die sei gebeten, uns dabei zu unterstützen. 

Nun zum Abschluss des Gartenjahres noch ein paar Impressionen aus dem Gemeinschaftsgarten 2013 und ein kleines Geicht, liebe Grüße, Jörg


Oktober. Maisernte aus dem Indianerbeet. Nun sind wir gespannt: Poppt der oder poppt der nicht?

September. Blütenzauber im Indianerbeet. Blüten der Bohnensorte Blauhilde und der Purpurwinde. Beide Pflanzen ranken sich am Mais hoch.

 
September. Kürbisernte aus dem Indianerbeet


August. Wildes Wuchern




       In den Wischen


Onkel Otto (der hieß wirklich so)
hatte diesen Schrebergarten,
hinter dessen Eingangspforte
die kleinen Abenteuer harrten,
und Verstecken spielen
zwischen Beerenbüschen. . .

In den Wischen.

Johannisbeeren abzuzutschen,
bis der Gaumen von der Säure pelzig war,
und voll Ungeduld die weißen Erdbeern naschen,
die harten, grünen Stachelbeeren gar,
und Tante Hilde (die hieß wirklich so),
begann die noch warme Rote Grütze aufzutischen. . .

In den Wischen.

Kinder brauchen Gärten,
nicht nur Kindergärten,
hier lernen sie ganz ungezwungen
von den Lebenswerten,
und auch Erwachsene tun gut daran,
Erinnerung der Kindheit aufzufrischen. . .

In den Wischen.





                                                         
Für die „Gartenfreunde am Mittelwischweg e. V.“ im Kleingartenpark "In den Wischen",  die uns den Gemeinschaftsgarten erst ermöglicht haben. Vielen Dank dafür!




Mittwoch, 19. Juni 2013

(Nicht) von Pappe

Das Frühjahr neigt sich dem Ende zu, und auch die Lust, noch neue Beete anzulegen und zu graben. Doch nächstes Jahr ist wieder ein neuer Frühling, und ich kann jetzt schon dafür Sorge tragen, dass dort, wo im nächsten Jahr neue Beete angelegt werden solle, der Boden schon schwarz und gut zu bearbeiten ist. 

Zum Beispiel haben wir beim Indianergarten eine Fläche, wo die Seggen dicht an dicht stehen, in trauter Mischkultur mit Disteln und Brennesseln. Diese Fläche habe ich mit der Sense gemäht, das Schnittgut liegen gelassen. Darauf legen wir Pappen von nicht mehr gebrauchten Kartons, möglichst dicht an dicht, dass die Schnittstellen überlappen. 

An anderer Stelle im Garten haben wir ordentlich Unkraut gejätet, und dieses Material, an dem viel Erde haftet, wird in dicker Schicht auf den Pappen verteilt. Es ist wichtig, dass das Material schwer genug ist, die Pappe fest an den Unterboden zu drücken, dass sie Bodenschluss hat. Ansonsten kann sie austrocknen und sich wölben, dann wäre der ganze Effekt dahin. Habe ich Pferdemist zur Verfügung, dann bringe ich davon unter der Pappschicht etwas ein. Die Rotte unter dem Mulch verläuft dann noch zügiger. Es können auch Federn aus alten Federbetten dafür verwendet werden, sie wirken wie Hornspäne.

Ganz obenauf mulche ich die Schichtung noch mit frischem Rasenschnitt oder ähnlichem, um zu verhindern, dass einige der Unkräuter oberhalb der Pappe ihre Wiederauferstehung feiern. Nach ca. einem Jahr ist der Boden unter der Mulchschicht schwarz und krümelig und ein neues Beet ist entstanden. Wenn ich nicht so lange warten möchte, ließen sich auch Löcher in die Pappe schneiden, den Unterwuchs darunter entfernen und ein Loch graben, welches mit guter Komposterde aufgefüllt wird. darein kann ich dann Kohl, Kürbis oder ähnlich wüchsiges Zeug pflanzen.












Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Nachdem draußen genug gearbeitet wurde, trollt sich das jüngste Gartenmitglied in die Küche und bereitet einen leckeren Sommersalat zu.
Dazu gehören selbstverständlich frische Kräuter aus dem Garten, Oregano, Thymian, Knoblauchgrün. . .
. . . und Schnittlauchblüten
 

Samstag, 15. Juni 2013

Drei Schwestern: Mais, Bohnen, Kürbis

Die Kartoffeln sind mittlerweile angehäufelt.
Gestern war es so weit: Endlich wurde das Indianerbeet weiter bepflanzt. Die lange Regenperiode hatte einige Gartenprojekte gestoppt, denn auf dem schweren Boden hier kann man bei zu viel "Flüssigen Sonnenschein" wenig machen. Der Garten schwamm zeitweise. Als dann wieder Gewerkelt werden konnte, wussten wir oft nicht, was zu erst und was zu letzt zu tun war. So kommt es, dass heuer Mais und der Kürbis nicht nach den Eisheiligen und der kalten Sophie am 15. Mai gepflanzt wurden, sondern einen Monat später am 15. Juni. 

An ein geruhsames Vorbereiten der Beete, ein Umgraben mit der Grabegabel und dabei erfolgendem Entfernen aller Wurzeln und Rhizome von dem, was dort wuchert, war nicht zu denken. Martin hat mit seinem geduldigem Vorbereiten seiner Beete nebenan gezeigt, wie zeitaufwändig das sein kann, wenn es, wie geboten, mit aller Gründlichkeit geschieht.

Das Beet der drei Schwestern möchte auch als kleine Verneigung vor dem Wissen und dem Naturempfinden der nordamerikanischen Indianer sein, deren ackerbau treibende Stämme die "drei Schwestern" Mais, Bohnen und Kürbis aus guten Gründen zusammen pflanzten. Nun haben wir hier nicht die Sorten dieser Pflanzen, welche die alten Ackerbäuerinnen hatten, und den Mais und den Kürbis  beispielsweise ziehe ich lieber vor, um sicher zu gehen, dass er auch ausreift.

Da wir weder Zeit noch Lust hatten, den Boden wie oben beschrieben zu graben, und da die Indianer auch nicht umgegraben hatten, entschieden wir uns getreu des Wahlspruches "Nur ein fauler Gärtner ist ein guter Gärtner" für folgende Methode: Es wurden Löcher von etwa einem Spaten Tiefe gegraben, diese mit guter Komposterde aufgefüllt, etwas Naturdünger dazu, da der Mais ein Starkzehrer ist, und dahinein wurden die Maissetzlinge gepflanzt. 

Dann kamen die Bohnensamen dazu, wir entschieden uns für die Kletterbohnensorte "Blauhilde", da wir es  bunt mögen, und da die Bohnen dieser Sorte vorzüglich schmecken. Um dem ganzen noch etwas mehr Farbe zu verleihen, kamen hier und da noch ein paar Samen von der Purpurwinde und der Kapuzinerkresse hinzu. schließlich sind das auch Pflanzen, welche zuerst in der "neuen Welt" kultiviert wurden. Der Kürbis, ein Hokkaido, bekam einen Extraplatz auf einem kleinen Komposthügel.

Zum Schluss wurde die Fläche mit Gras- und Brennesselschnitt großzügig gemulcht. Jetzt heißt es, jeden Morgen und Abend auf die Schnecken zu achten, und gespannt zu sein, wie sich das Ganze entwickelt. 

Der Mais ist übrigens eine Kreuzung aus blauem Hopimais und Erdbeermais, ich habe das Saatgut jetzt schon im dritten Jahr weiter verkehrt, und die Kolben hatten letztes Jahr alles möglichen Farben, von gelb bis dunkelrot. Wir hatten diese beiden Sorten in einem Schulgarten angebaut, und da Mais sich sehr gerne kreuzt, ist dieses Gemenge entstanden. Ich hoffe ja, dass die Nachfolger eine Eigenschaft des Erdbeermais übernommen haben: Er lässt sich gut als Puffmais verwenden.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Kräuterwanderung am 14. Juli

Die Wasserfeder, blühend
Am Sonntag, dem 14. Juli ist es wieder so weit: Wir treffen uns um 10:00 Uhr im Gemeinschaftsgarten zu einem Rundgang durch die Waller Feldmark. Die Zeit der Sommerkräuter wie Bachminze, Mädesüß und Beifuß ist dann. Wie immer mit einem anschließendem gemeinsamen Kräuterimbiss. Auf Wunsch mit Kinderbetreuung. Die Kosten betragen 8 € incl. Imbiss, Kinder bis 14 Jahre sind frei.

Dienstag, 11. Juni 2013

Und immer wieder geschieht etwas. . .

Der Dingefinder unterm Buntglöckchenbaum
Das kleine Gartenfest am 2. Juni hat allen Gästen und Beteiligten gut gefallen. Das Wetter hatte auch mitgespielt, es war zwar noch nicht ganz so warm wie heute, doch sonnig und trocken. Im Kommen und Gehen waren dann doch summasumarum 19 Personen da, darunter drei Kinder, es wurde gelesen, musiziert, gelacht, ausgiebig vom Mitgebrachten gegessen und alle Beteiligten waren sich einig: Das wird wiederholt.

Am 21. Juli ist die Gartenpforte wieder für die Kunst des Mitmachens ab 15:00 Uhr geöffnet, und dann ist sogar Vollmond. Also genau richtig, für eine laue Sommernacht. Nächstens mehr. . .

Im Gemeinschaftsgarten geht es auch weiter, nach einer längeren Regenpause wird jetzt tapfer aufgeholt. Die Kartoffeln im Indianerbeet wachsen, der Mais wartet auf seine "Freilassung", und nebenan wächst der kleine Garten von M. zügig weiter.  

Wenn man das gegrabene Beet so anschaut, sieht alles ganz nett und harmlos aus. Doch man lasse sich nicht täuschen: Seggenwurzeln und Steine (es stand wohl früher einmal an dieser Stelle ein Häuschen) lassen nur eine "Grabegeschwindigkeit" von ca. 1 qm / Stunde zu. Da wird einem jeder Quadratzentimeter des zuküntigen Gartens vertraut. . .

Die ausgegrabenen Steine sind übrigens kein Ärgernis oder gar Müll. Es ist Kalkschutt, ideal, um eine Drainage für ein größeres Kräuterbeet damit zu gestalten. Gerade die mediteranen Kräuter wie Salbei, Thymian, Bergtee usw. tun sich hier mit dem Lehm - fast Tonboden sehr schwer. Und die vielen Seggen zeigen, dass der Boden auch sehr sauer ist. 






Jetzt beginnt auch der Duftjasmin zu blühen. An warmen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit liegt der ganze Garten unter einer Duftglocke. Dann ist es Frühsommer. . . Einige der Blüten werden gesammelt, eingezuckert, über Nacht ziehen gelassen und am nächsten Tag aufgekocht, abgeseiht und mit Fruchtmus (Pfirsich oder Aprikose) zu einem Blüten-Fruchtaufstrich verarbeitet. Leider ist der nicht sehr lange haltbar, etwas sommerliches. Andererseits: Wenn es dieses Fruchtmus gibt, zum Beispiel in einer gut gekühlten Quarkspeise, dann ist das Sommergefühl kaum noch zu toppen. . .